Geschlechterungerechtigkeit heißt: 19 Euro weniger in der Tasche

Frauentag: Es geht ums Geld!

(03.03.2021) Internationaler Frauentag Equal Pay Day, Gender Gap und jetzt auch noch Gender Budgeting – vielfältig sind die Schlagworte, auf der Tagesordnung des Frauentags am 8. März. Doch eigentlich geht es immer um eins: Jeder einzelne Hunderter einer Frau
ist 19 Euro weniger wert!

In diesem Jahr bekommen die Frauen erst zum 10. März soviel, wie Männer zum Ende 2020 – immer noch ist der Durchschnittsverdienst der Frauen in Deutschland 19 Prozent geringer.
Die Frauen der IG Metall Region Hamburg werden in diesem Jahr zum internationalen Frauentag – zusammen mit dem DGB und den Schwestergewerkschaften – neben dem Gender Gap von 19 Prozent das Thema Gender Budgeting in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stellen.
Die Bundesregierung hat die gesetzliche Verpflichtung, für eine gleichberechtigte Umsetzung bei der Verteilung von sozialen und wirtschaftlichen Hilfen zu sorgen.
Die Corona-Hilfsgelder an die Unternehmen sind jedoch in der Regel nicht an Bedingungen gebunden. Für Katrin Lohse vom Frauenarbeitskreis ist das eine ungerechte Verteilung: »Es kann doch nicht sein, dass Corona-Hilfen nicht zur Beschäftigungssicherung und viel weniger noch geschlechtergerecht verwendet werden.«
Arbeitsplatzverluste treffen Frauen auch in den Metallbranchen besonders häufig und besonders stark. Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus sind Branchen, die überwiegend Frauen beschäftigen – und Frauen waren als erste von der Pandemie betroffen.
Auch die Zunahme häuslicher Gewalt durch die psychische Belastung durch Homeoffice, Homeschooling und oft ungesicherte berufliche Zukunft in vielen Betrieben ist erschreckend. Das macht Katrin Lohse wütend: »Hier ist eine stärkere Unterstützung der Frauenhäuser notwendig«.
»Die Krise ist wie ein Brennglas auf die vorhandenen Geschlechterungerechtigkeiten. Da müssen wir ran!« Einmütig ist das Resümee des Arbeitskreises, »gemeinsam mit den Frauen der anderen Gewerkschaften wollen wir dem etwas entgegensetzen«.
Los gehts am
7. März ab 11.30 Uhr in einer Online Veranstaltung zum Frauentag 2021.
Anmeldung: hamburg@dgb.de



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