Mitgliedervotum stärkt das Verhandlungsergebnis von BR und IG Metall

DIEHL: Beschäftigungssicherung bis 2024 durchgesetzt

(21.03.2021) Der Arbeitgeber wollte immer wieder nachfordern, er stellte so-gar den Hamburger Standort als ganzen in Frage. Wir sind froh, dass wir jetzt endlich zu einem Ergebnis gekommen sind!« Ulrich Orth, Betriebsratsvorsitzender bei Diehl, ist sichtlich erleichtert, dass Mitte Februar endlich ein Sozialtarifvertrag abgeschlossen werden konnte.

Seit 2018 versucht der Zulieferer für Airbus, Arbeitsplätze in Hamburg abzubauen. »2019 mussten wir den ersten Abbau schlucken. Wir konnten nach Warnstreiks und vielen betrieblichen Aktionen immerhin durchsetzen, dass 700 Beschäftigte erhalten bleiben«. Michael Schröder, VK-Leiter, wird wütend, wenn er an den Sommer 2020 denkt: Die Tinte unter dem Sozialtarifvertrag war noch nicht trocken, da wollte Diehl die Corona-Krise nutzen, um mit einem weiteren, noch radikaleren Kahlschlag nachzulegen«. Durch die corona-bedingte Luftfahrt-Krise steht Diehl zur Zeit zwar mit dem Rücken an der Wand. »Aber durch Kurzarbeit und andere Regelungen hätten wir die Zeit bis zum Wiederanlaufen der Normal-Produktion überbrücken können,« ist sich Ulrich Orth sicher. »Wir haben den Arbeitgebern viele konstruktive Vorschläge zur Zukunftssicherung gemacht – sie haben sich dafür meist taub gestellt.«
Jetzt brauchte es fast ein halbes Jahr harte Verhandlungen, bis ein Ergebnis vorlag, mit dem die Kolleg*innen leben können: Es wir nur noch einen weitere Personalapassung geben, aber bis 2024 sind 525 Arbeitsplätze gesichert. Ein starkes Mitgliedervotum zum Sozialtarifvertrag gibt dem Betriebsrat Bestätigung: »Es war richtig, so lange mit der Per-spektiv Zukunftssicherung ver-handelt zu haben!«.



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