600 Metaller*innen beteiligen sich in der Region Hamburg

Aktionstag #FairWandel - Deutschland muss Industrieland bleiben!

(01.11.2021)

Unter dem Motto „FairWandel – Deutschland muss Industrieland bleiben!“ hat die IG Metall zu einem bundesweiten Aktionstag am Freitag, 29. Oktober, aufgerufen, an dem sich mehr als 50.000 Metaller*innen beteiligten.
In der Region Hamburg demonstrierten 600 Gewerkschafter*innen im Rahmen einer Kundgebung auf dem Hamburger Fischmarkt, dass ihnen sichere und gute Arbeit in einer klimafreundlichen Arbeitswelt wichtig ist. 50 Kolleg*innen fuhren im Vorfeld der Kundgebung mit ihren Fahrrädern vom Gewerkschaftshaus zum Fischmarkt, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

„Wir fordern von der neuen Bundesregierung Zukunftsinvestitionen, Beschäftigungszusagen, Planungssicherheit und schlüssige Konzepte für den Umbau zu einer klimafreundlichen Industrie – und gleichzeitig Sicherheit und Perspektiven für uns“, machte Ina Morgenroth, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Region Hamburg, mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin deutlich. „Wir verlangen ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland. Jetzt geht es nicht mehr um vage Programme und Absichtserklärungen, um Zögern und Taktieren. Jetzt muss geliefert werden! Es geht um unsere Arbeitsplätze, um unsere Arbeit, um unsere Zukunft. Es geht um einen fairen Wandel, der niemanden zurücklässt.“

Christiane Benner fordert in ihrer Rede: „Die Beschäftigten gehen in Hamburg und in mehr als 50 weiteren Städten auf die Straße, weil es um ihre Zukunft geht. Klimawandel und Digitalisierung können nur gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet werden. Die Koalitionspartner müssen den Rahmen durch Investitionen für den gleichermaßen sozial wie ökologisch nachhaltigen Umbau unserer Industrie schaffen. Bei Aus- und Weiterbildung müssen wir richtig Gas geben. Nur dann haben wir genug Fachkräfte, um grüne Technologien zu entwickeln und zu produzieren. Wir brauchen ein deutliches Mehr an Mitbestimmung für die Beschäftigten. Denn in den Betrieben fallen die strategischen Entscheidungen über Zukunftsprodukte, Standorte und Arbeitsplätze. Mitbestimmung stärkt gleichzeitig die Demokratie in den Betrieben und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.“

Dr. Andreas Dressel unterstützt die Forderungen der IG Metall: „In der sozial-ökologischen Transformation sind die Gewerkschaften eine wichtige Stimme der Beschäftigten und für die Beschäftigten. Und es ist gut, dass Senat und Gewerkschaften in Hamburg traditionell in engem Austausch sind. Um die Veränderungen der Arbeitswelt durch den Klimaschutz für alle fair zu gestalten, braucht es auch Beschäftigte, die in den Betrieben und in den Betriebsräten ihre Mitbestimmungsrechte wahrnehmen. Hamburg hat sich deshalb auf Bundesebene für das Betriebsräte-Modernisierungsgesetz stark gemacht, das die Gründung und die Arbeit von Betriebsräten erleichtert und das seit Juni 2021 in Kraft ist. Beim Klimaschutz kommt es nicht darauf an, hohe Ziele zu setzen und große Pläne zu machen. Es kommt darauf an, loszulegen und anzupacken. Und das machen die Beschäftigten in den Unternehmen – sie sind diejenigen, die den Klimaschutz praktisch umsetzen. Das ist eine wichtige Arbeit, die auch angemessen bezahlt werden muss. Gute Arbeit fängt an mit einer
fairen Bezahlung, von der man gut leben kann – in allen Einkommensgruppen und auch danach in der Rente. Hier geht Hamburg mit gutem Beispiel voran: Wir haben als erstes Bundesland in Deutschland den 12-Euro-Mindestlohn in allen öffentlichen Unternehmen auf den Weg gebracht – und hoffentlich schon sehr bald wird die zukünftige Bundesregierung das Ziel eines gesetzlichen Mindestlohns umsetzen.“


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